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Weseler Häfen wachsen gegen den Landestrend

Wesel, den 2. Mai 2013. Am Südrand der Kreisstadt Wesel am rechten Niederrhein stehen die Zeichen auf Wachstum: Nach intensiver jahrelanger Vorarbeit und der zum Jahresende 2012 erfolgten formellen Gründung des neuen Hafenverbundes DeltaPort aus den bisherig kommunal betriebenen Teilhäfen packt das Team um den neuen Geschäftsführer Jens Briese (49) jetzt die anspruchsvolle Aufgabe an, aus den drei bisherigen Häfen Stadthafen Wesel, Emmelsum und Rhein-Lippe-Hafen ein rundes Ganzes zu machen – und am weltweit wachsenden Logistikmarkt (erfolgreich) zu partizipieren.

Die Basis dafür wurde formell zum Jahreswechsel 2012/2013 mit der Gründung der gemein-samen Hafengesellschaft gelegt. Inzwischen wurde mit dem 49jährigen Geschäftsführer Jens Briese ein erfahrener Hafenmanager an die Spitze der Gesellschaft berufen und die Organisationen der „alten“ Einzelhäfen an einem gemeinsamen Firmensitz inmitten der Kreisstadt Wesel zusammengefasst. Ergebnis: Eine neu motivierte tatkräftige Mannschaft, die eine große Aufgabe vor sich sieht.
Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft dürften vier ausschlaggebende Faktoren sein:

  • Die günstige verkehrslogistische Lage zwischen den westlichen Seehäfen (ARA – Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) einerseits und den westdeutschen Ballungsräumen an Rhein, Ruhr und Main andererseits
  • Die opulenten Reserven an ausgewiesenen Ansiedlungsflächen für Logistikfirmen bzw. hafenaffine Unternehmen (insgesamt mehr als 100 Hektar)
  • Die Möglichkeiten zur sogenannten Trimodalität – also Verkehre zum und vom neuen DeltaPort-Hafenverbund über Wasser, Schiene und Straße – letztere weitgehend nicht staugefährdet
  • Die strikte Trennung zwischen operativen und strategischen Funktionen: Das operative Geschäft in den Häfen machen ausschließlich Logistik-Firmen, DeltaPort selbst beschränkt sich als Flächeneigentümer quasi auf eine Gastgeber-Rolle

Die Aussichten, aus dieser Ausgangslage ein Erfolgsmodell zu machen, sind außerordentlich günstig: Die internationalen Warenströme insbesondere aus Fernost nach Europa wachsen wieder mit beachtlichen Steigerungsraten. Davon profitieren nicht nur die ARA-Häfen an der holländischen und belgischen Küste, sondern auch die großen deutschen Seehäfen wie Hamburg, Bremerhaven und nach den derzeitigen Anlaufschwierigkeiten auch der einzige Tiefwasserhafen an der deutschen Küste, Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.

Niemand weiß das besser als Wesels Hafenchef Jens Briese: Er hat maßgeblich am Bau des exponiertesten deutschen Hafenprojekts der Neuzeit mitgewirkt: „Die deutschen Seehäfen in der Nordrange werden in der Zukunft auch für uns am Niederrhein eine wichtige Rolle spielen. Das gilt insbesondere für den Tiefwasserhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven mit seiner für die Zukunft der ganz großen Containerriesen ausgelegten Konzeption“, weiß der 49jährige aus der eigenen jahrelangen Erfahrung als Manager beim Aufbau des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven.

Im Mündungsraum der Lippe mit der dort ebenfalls vorhandenen Binnenland-Verbindung über den Wesel-Datteln-Kanal ist zwar noch eine Menge Arbeit in den Aufbau einer vorzeigbaren und für ansiedlungswillige Logistikunternehmen attraktiven Infrastruktur zu leisten – aber schon jetzt ist die Ausgangslage angesichts der aktuellen Umschlagszahlen gar nicht so schlecht. Nach Mitteilung des statistischen Landesamtes NRW wurden 2012 zwar insgesamt in den Binnenhäfen des Landes 3,4 % weniger Güter umgeschlagen, in den Häfen im Kreis Wesel indes konnte teilweise ein beträchtlicher Zuwachs verzeichnet werden:
– Emmelsum im Stadtgebiet von Voerde schlug erstmals mehr als eine Million Tonnen um – ein Zuwachs von 12,2 %
– Wesels jetzt aber in der Sanierung befindlicher Stadthafen konnte einen Zuwachs von sogar 13,9 % melden
– Im Rhein-Lippe-Hafen mit seinem weitgehend unerschlossenen Flächenpotential stagnierten die Umsätze (noch) erwartungsgemäß und lagen um ein Prozent unter dem Vorjahresergebnis

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