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Hafengruppe DeltaPort rüstet sich für die Zukunft

Wesel, den 4. Juni 2013. Die  niederrheinische Hafengruppe DeltaPort  im Mündungsraum der Lippe in den Rhein am Südrand der Kreisstadt Wesel gewinnt zunehmend an Form: Kaum ein halbes Jahr nach der förmlichen Gründung des neuen Hafenverbundes sind die ersten strukturellen Fortschritte der neuen Weseler Hafengruppe erkennbar. Bis Ende 2014 werden nach dem von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung jetzt gegebenen „Grünen Licht“ erste entscheidende Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Jens Briese (49), seit Jahresbeginn Geschäftsführer von DeltaPort, nennt ein ganzes Bündel von Bau- und Planungsmaßnahmen, die unter seiner Regie bzw. seiner Mitwirkung angelaufen sind. Sie werden in den nächsten 18 Monaten der Hafengruppe ein neues Gesicht geben – und DeltaPort für die verladende Wirtschaft im Im- und Export interessant machen.

Bereits im Gange sind die Sanierungsmaßnahmen am „alten“ Weseler Stadthafen, der in der Hafengruppe DeltaPort künftig seine wichtige und angestammte Rolle als Spezialhafen für Agrargüter, für sonstige Schüttgüter, aber auch für Stückgüter in den nächsten Jahren wiederfinden soll. Der Hafen war in den vergangenen Jahren aufgrund ursprünglich anderer Planungen aus dem Blickwinkel geraten und sanierungsbedürftig geworden – konnte sich also nicht entwickeln.

Das ändert sich in den nächsten Monaten radikal: Begonnen worden ist bereits mit der Sanierung des Anschluss-Gleises samt Weichen zum Weseler Bahnhof. Die komplette Sanierung der Gleisanlagen im Hafen selbst erfolgt direkt anschließend. Von dort aus können nach der erfolgreichen Sanierung auch große Zugeinheiten von oder nach dem Weseler Stadthafen problemlos abgefertigt werden.  Dabei werden nicht nur 200 Meter Anschlußschienen vom Hafen zum Bahnhof komplett saniert, sondern zugleich auch alte Weichen ausgetauscht.

Im Hafen selbst werden auf einer Länge von 200 Meter zunächst in einem ersten Bauabschnitt bis Anfang 2014 die Kaianlagen komplett erneuert. Bis zum Ende des 2. Quartals 2014 werden weitere 300 Meter neu angelegt. Die dann noch verbleibenden 100 Meter marode Altkaje werden bis Ende des 2. Halbjahres 2014 komplett erneuert. Geschäftsführer Briese: „Dann sind wir wieder absolut aufnahmefähig für alle am Rhein gängigen Binnenschiffsklassen.“ Die Sanierungsmaßnahmen für den Stadthafen erfordern insgesamt einen zweistelligen Millionenaufwand.

Zeitgleich treibt die Hafengeschäftsführung die Genehmigungsvorbereitung und die Planungen für den Bau einer festen Kaje für den Rhein-Lippe-Hafen voran. Vom Aufsichtsrat bekam Briese dieser Tage die Genehmigung für das geplante Vorhaben – und die Bereitstellung der ersten dafür erforderlichen Planungsmittel. Nach Beendigung dieser und weiterer Erweiterungsmaßnahmen insbesondere um den früheren Emmelsumer Hafen sieht sich DeltaPort im Wettbewerb um die verladende Wirtschaft und den Niederrhein anlaufende Reedereien gut gerüstet.

Dafür nennt Geschäftsführer Briese vier wesentliche Voraussetzungen, über die DeltaPort verfügt:

  • Die günstige verkehrslogistische Lage zwischen den westlichen Seehäfen (ARA – Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) einerseits und den westdeutschen Ballungsräumen an Rhein, Ruhr und Main andererseits
  • Die opulenten Reserven an ausgewiesenen Ansiedlungsflächen für Logistikfirmen bzw. hafenaffine Unternehmen (insgesamt mehr als 100 Hektar)
  • Die Möglichkeiten zur sogenannten Trimodalität – also Verkehre zum und vom neuen DeltaPort-Hafenverbund über Wasser, Schiene und Straße – letztere weitgehend nicht staugefährdet

Die strikte Trennung zwischen operativen und strategischen Funktionen: Das operative Geschäft in den Häfen machen ausschließlich Logistik-Firmen, DeltaPort selbst beschränkt sich als Flächeneigentümer quasi auf eine Gastgeber-Rolle.

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