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DeltaPort Niederrheinhäfen stellen zukunftsweisende Projekte vor

Wesel, den 13.09.2018. Zum 6. Mal und erstmals unter dem Dach der neuen Hafenkooperation DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH (Orsoy, Voerde, Wesel, Emmerich) wurde zur traditionellen Rundfahrt mit dem Fahrgastschiff „RiverLady“ geladen. Für rd. 150 Interessierte aus der Logistikbranche sowie der Politik führte die Reise von den DeltaPort Häfen in Wesel/Voerde bis zum NIAG Hafen Rheinberg-Orsoy, der im Schwerpunkt als Umschlagplatz für Kohle dient. Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Unterzeichnung einer Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im zukunftsweisenden Projekt „EcoPort 813 – Nutzung von Abwärme als ressourcenschonende Energiequelle“ zwischen DeltaPort, E.ON und TRIMET Aluminium.

Die Hafenkooperation „DeltaPort Niederrheinhäfen“ zu der die Häfen von Delta-Port Wesel/Voerde, der Port Emmerich sowie der NIAG Hafen Rheinberg-Orsoy gehören, präsentierte zum ersten Mal unter dem neuen Label die Veranstaltung „DeltaPort – vor Ort“ an der Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung teilnahmen. Die  traditionelle Schiffstour mit dem Fahrgastschiff „RiverLady“ startete im Stadthafen Wesel, führte durch den Rhein-Lippe-Hafen sowie den Hafen Emmelsum bis zum NIAG Hafen Rheinberg-Orsoy.

Der trimodale Hafen in Orsoy hat seinen Betrieb im Jahr 1913 aufgenommen und ist seitdem spezialisiert auf den Umschlag von Schüttgütern. Mit den drei Krananlagen und einem 24/7-Betrieb können im Jahr bis zu drei Millionen Tonnen über die Kaimauer bewegt werden. Die Zustellung der Züge zum Hafenterminal erfolgt flexibel durch die NIAG-Eisenbahn, welche auch die Auslieferung der beladenen Ganzzüge regional oder als Fernverkehr in ganz Europa übernimmt.

Die in Wesel/Voerde ansässigen Umschlagbetriebe: Contargo Rhein-Waal-Lippe, Hülskens, Jerich, Rhenus Port Logistics sowie Schwerlast Terminal Niederrhein/Hegmann Transit  traten als Partner des Events auf und informierten das Publikum  über aktuelle Entwicklungen an ihren Unternehmensstandorten.

Den Kern der Veranstaltung bildete der feierliche Akt der Unterzeichnung eines MoU (Memorandum of Understanding/Absichtserklärung) zum innovativen Projekt „EcoPort 813“ zwischen den Unternehmen DeltaPort, E.ON und TRIMET Aluminium. Ziel des Projektes ist die Nutzung von überschüssiger Abwärme der Aluminiumproduktion der Fa. TRIMET als ressourcenschonende Energiequelle zur Versorgung von Logistikimmobilien am Standort Voerde-Emmelsum des Hafenbetreibers DeltaPort. Investoren können diese CO2-neutrale Energie in Form von „Kälte“ oder auch „Wärme“ für die Versorgung ihrer Immobilien nutzen. Der Name des Projektes „EcoPort 813“ ist zum einen auf den ökologischen Aspekt des Vorhabens zurückzuführen, zum anderen weist die Ziffer „813“ auf den entsprechenden Rheinkilometer hin, an dem sich der Projektstandort am Niederrhein befindet.

Temperaturgeführte Container (Reefercontainer), die per Seeschiff im Seehafen anlanden, werden üblicherweise auch dort in Kühlzentren entladen. Die Ware wird im Anschluss aus dem Seehafen per Kühlkoffer-Lkw an den Zielort im Hinterland verbracht und somit die Fernverkehrsdistanz zu den Abnehmern über die Straße zurückgelegt.

Im Rahmen des Projektes „EcoPort 813“ soll diese übliche Lieferkette unter ökologischen Gesichtspunkten optimiert und der Warenfluss unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten umgestaltet werden. Zukünftig soll der Transport der Kühlcontainer auf der langen Strecke in das Hinterland mit den Verkehrsträgern Binnenschiff oder Bahn erfolgen, um die staugeplagten Fernstraßen zu entlasten. Die Entladung der Container soll in einem temperaturgeführten Distributionscenter im Hafen Emmelsum erfolgen, um erst von dort aus die Feinverteilung per Lkw zu organisieren. Der Lkw wird somit nur noch auf der „last-mile“ eingesetzt. „Mit dem Projekt „EcoPort 813“ leistet DeltaPort einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und zur Entlastung der unsäglichen Stausituation auf den überlasteten Autobahnen Nordrhein-Westfalens“, so Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG.

Das Herzstück der zukunftweisenden Lösung im Hafen Emmelsum wird E.ON beisteuern: eine Energiezentrale mit Wärmerückgewinnung. Hier wird die überschüssige Wärme aus der Aluminiumherstellung von TRIMET wiederverwertet. Sie kann, umgewandelt in Kälte, beispielsweise für Kühllogistik-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, aber auch in Form von Wärme für Produktionsstätten, die sich im Hafen ansiedeln. Diese erhalten also Kälte bzw. Wärme zu einzigartig günstigen Energiekosten und ohne das Klima mit CO2 zu belasten. Die Anlage gewinnt bis zu 136 GWh nutzbarer Wärme pro Jahr.  Mehr als 27.000 Tonnen CO2 pro Jahr lassen sich einsparen. Die Lösung führt Angebot und Nachfrage intelligent zusammen und steigert die Attraktivität des Logistikstandorts im Rheinhafen Emmelsum. Das Projekt ist ein Beispiel für zukunftsweisende klimaschonende Energielösungen, die das Kundenlösungsgeschäft der neuen E.ON prägen. Bereits Anfang des Jahres hatte E.ON ein vergleichbares Projekt im Hafen von Dortmund initiiert.

In der Voerder Aluminiumhütte stellen rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TRIMET Aluminium SE jährlich 95.000 Tonnen Rohaluminium her, das anschließend zu Walz- und Pressbarren weiterverarbeitet wird. In der angeschlossenen Anodenfabrik werden die für die Aluminiumelektrolyse notwendigen Kohlenstoffanoden hergestellt. In beiden Produktionsprozessen entsteht heiße Abluft, die TRIMET einer sinnvollen Nutzung zur Verfügung stellt. „Die Übertragung der Wärmeenergie an andere Nutzer ist auch in unserem Interesse, weil die Luftfilterung unserer Anlagen bei niedrigen Temperaturen effizienter arbeitet. Umso schöner, wenn diese Energie einen Mehrwert für andere Anwendungen liefert und so einen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region leisten kann“, erklärt Werkleiter Dr. Till Reek.

Die Gesellschafter der DeltaPort Niederrheinhäfen sowie die Partner des Projektes „EcoPort 813“ sind sich einig, dass nur durch gemeinsames Handeln und der Schließung von Kooperationen bedeutende Meilensteine einer nachhaltigen Hafenwirtschaft realisiert werden können. „Wir sind auf sehr gutem Wege das Binnenschiff sowie die Bahn als ökonomisch sowie ökologisch wertvolle Verkehrsträger in den Köpfen der Entscheidungsträger von Unternehmen sowie in der Öffentlichkeit zu platzieren“, resümierte Stolte.

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