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Raus aus dem Stau – Wasser und Schiene gehört die Zukunft der Logistik!

Wesel, den 15.07.2019. Nordrhein-Westfalen ist das Stauland Nummer eins im Bund. Was Pendler täglich auf eine harte Geduldsprobe stellt, hat verheerende Folgen für Wirtschaft, Warenströme und Klima. Vor diesem Hintergrund tauschten sich nun Bernd Reuther, Bundestagsabgeordneter der FDP und Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, und Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen, über verkehrspolitische Maßnahmen gegen den Verkehrsinfarkt aus. Dabei wurde deutlich, dass der Zusammenschluss der niederrheinischen Binnenhäfen einen großen Beitrag leisten kann, um die Verlagerung von LKW-Verkehren auf die ökologisch bedeutsamen Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn weiter zu forcieren.

Laut ADAC staute es sich im Westen im vergangenen Jahr auf einer Gesamtlänge von 486.000 Kilometern. Eine marode Infrastruktur, viele Baustellen und ein hohes LKW-Aufkommen tragen dazu bei, dass die Menschen in NRW 154.000 Stunden im Jahr im Stau stehen. Der Verkehrsinfarkt bleibt nicht folgenlos: LKW, die stundenlang nicht ins Rollen kommen, sind nicht nur ein betriebs- und volkswirtschaftliches Desaster. Sie belasten zudem das Klima und es besteht die Gefahr, dass Waren nicht rechtzeitig an ihren Bestimmungsort gelangen. Der Handlungsdruck auf Politik und Gesellschaft ist demnach enorm – denn bis 2030 werden sich die Gütermengen, die transportiert werden, Prognosen zufolge um 38 Prozent steigern.

Welchen Beitrag können die DeltaPort Niederrheinhäfen leisten, um den Verkehrsinfarkt auf den Straßen Nordrhein-Westfalens zu verhindern? Und welche verkehrspolitischen Rahmenbedingungen sind notwendig, um die Verlagerung von LKW-Verkehren auf die ökologisch bedeutsamen Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn weiter zu forcieren? Das waren die beiden zentralen Fragen, über die sich Andreas Stolte und Bernd Reuther, der für die FDP im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages sitzt, jetzt beim Besuch des Bundestagsabgeordneten in der Zentrale der DeltaPort Niederrheinhäfen in Wesel austauschten. An der Gesprächsrunde beteiligt waren ebenfalls Peter Berns, Fraktionsvorsitzender der FDF im Weseler Stadtrat, und Rudolf Kretz-Manteuffel, Mitglied im Kreistag für die FDP sowie Aufsichtsratsmitglied
DeltaPort.

Eine Antwort auf die erste Frage gab Stolte schon in seiner Begrüßung. „Die Binnenhäfen können einen wichtigen Beitrag leisten, um den Verkehrsinfarkt abzumildern“, betonte der Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen. „Alle notwendigen Elemente sind vorhanden, um Großteile des Güterverkehrs von der Straße auf das Wasser zu verlagern.“ Derzeit werden nur 8,4 Prozent der Güter auf dem Wasserweg transportiert, auf der Straße sind es 72 Prozent. Aber: „Eine Verdoppelung der Güterströme auf Wasserstraßen ist möglich“, betonte Stolte.

In diesem Kontext zeichnete Stolte das Entwicklungspotenzial der DeltaPort Niederrheinhäfen mit ihren Standorten in Wesel, Voerde, Emmerich und Orsoy auf. „Wir müssen den riesigen Vorteil, dass wir außerhalb des Stauclusters liegen und untereinander durch Wasser- oder Bahnanbindung verknüpft sind und kooperieren, nutzen.“ Denn durch die intelligente Gestaltung logistischer Ketten könnten neue Warenströme erzeugt und das Verkehrsverlagerungspotential ausgeschöpft werden. Warenströme könnten an den Standorten der DeltaPort Niederrheinhäfen gebündelt und für die Zieldestination neu kommissioniert werden. „Dann müssten die Güter nur noch auf der letzten Meile per LKW transportiert werden und man könnte Stauräume gezielt umfahren“, sagte Stolte. Der Geschäftsführer betonte, was die Standorte für Partner so interessant macht: die trimodale Verkehrsanbindung, das 81 Hektar große Flächenpotential, die geografische Lage vor den Toren des Ruhrgebietes, aber außerhalb des Stauclusters, ein eigener Linienschiffsverkehr zu den Überseehäfen in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie eine eigene Bahn und Bahninfrastruktur. „Mit diesen Alleinstellungsmerkmalen bieten wir unseren Kunden optimale Bedingungen“, ist sich Stolte sicher. Dass die Hafenstandorte sich gerade in Sachen Nachhaltigkeit und Digitalisierung permanent weiterentwickeln und kreative Lösungen erarbeiten, zeigte Stolte am Beispiel des Nachhaltigkeitsprojekts EcoPort 813 sowie an verschiedenen Projekten zur Digitalisierung auf. „Wir arbeiten stetig daran, unsere Hafenstandorte noch innovativer und leistungsfähiger zu gestalten.“

Verkehrsexperte Bernd Reuther zeigte sich beeindruckt vom Innovationspotenzial und den Entwicklungsmöglichkeiten der DeltaPort Niederrheinhäfen. „DeltaPort hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Dies gilt es auch in Zukunft zu unterstützen, insbesondere bei der Ausweisung neuer Flächen als auch beim Ausbau der Infrastruktur“, sagte Reuther. In seinem Beitrag skizzierte der Bundestagsabgeordnete, der für die Liberalen im Verkehrsausschuss sitzt, welche verkehrspolitischen Rahmenbedingungen aus seiner Sicht notwendig sind, um die Verkehrsströme von der Straße auf Wasserwege und Schiene zu verlagern.

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